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9. Station - München

pv (17.12.2013 18:57):
Werte Organisatoren,

die NOTP ist ein geniales Konzept um Musikliebhaber aller Richtungen zu vereinen. Die Auswahl der Künstler ist meist gut, Überraschungen sind m.E. notwendig. Ich wäre z.B. nie auf eine Hiromi gekommen. Den Geschmack aller wird man eh nicht treffen - also das geht schon so wie gehabt.

Was allerdings überhaupt keine Gnade verdient - auch und gerade angesichts teils heftiger Ticketpreise - ist die Tatsache, dass die Soundqualität seit Jahren nur eine Richtung kennt - nach unten. Seien wir mal ehrlich - das geht so nicht (weiter) !!

Der nächste Kritikpunkt betrifft einen großen Teil des Publikums, dass, so nicht nur meine Beobachtung, inzwischen in Klassenstärke anreist und deshalb die ganze Veranstaltung über braucht, sich die Neuigkeiten des letzten Jahres mitzuteilen. Der Geräuschpegel in den Hallen im Publikumsbereich ist stets und ständig gestiegen, sozusagen indirekt proportional zur Soundqualität der Musik. Viele scheinen auch nicht annähenrd 60 Minuten ohne ein neues Getränk auszuhalten, ist doch cool, sich einfach durch die Reihen zu quetschen (während des Programms). genauso wie die dusselige Handywischerei und-filmerei für mich unzumutbare Grenzen erreicht hat.

Hier ist einfach der Veranstalter gefragt wieder Ordnung, z.B. durch deutlcihe Hinweise in den Hallen und Programmheften oder auch mit Durchsagen herzustellen. Wie ich in diesem Forum lesen konnte, bin nicht nur ich dieser Meinung, es scheint ein Problem allerorten zu sein.

Tun wir gemeinsam etwas dafür, dass dieses gute Konzept "Night of the Proms" nicht noch weiter verkommt zu einer "Night of the Prolls".

Peter (17.12.2013 18:54):
Wir waren am Freitag in München bei den NOTP. Es war super.

Diese Mischung aus Klassik und Pop rockt einfach. Egal wer auf der Bühne stand, die Stimmung war super.

Mein Highlight diese Jahr war Hiromi. Die Tasten-Tigerin ist unglaublich! Ihre Interpretationen der Gershwin Werke war einfach nur göttlich!

Bettina (17.12.2013 18:53):
Wir sind seit 1998 bei NotP und genießen es jedes mal wieder. Auch dieses Jahr war es wieder eine tolle Show.

Hiromi war etwas gewöhnungsbedürftig und hätte auch gerne etwas weniger auftreten können. Ihre Kunst am Klavier allerdings bewundernswert. Dass Morton Harket im Prinzip Werbung für seine neuen Solo-Songs macht fand ich weniger schön. Die Leute kommen, weil Sie die Künstler und ihre Songs kennen. Außerdem war hier der Bass total übersteuert. Das hat leider die Stimmung, die ansonsten wirklich gut war etwas gedrückt. John Miles dagegen war wie immer wieder genial - einfach unverzichtbar!

Schade finde ich, dass Land of Hope und Glory nicht mehr gesungen wird. Das hat doch Tradition und gehört eigenlich dazu. Auch wenn ab und zu neue Konzepte überlegt und eingeführt werden - nicht alles was neu ist ist auch besser. Man geht ja auch wegen der Beständigkeit immer wieder zu NotP. Außerdem könnte man wieder etwas mehr Augenmerk auf die klassische Musik legen - die kam dieses Jahr etwas kurz. Schön war, dass der Chor diesmal wieder größer und präsenter war.

Das Duell Chor gegen Orchester war genial. Alles in allem war es wieder toll. Vielleicht sollte man sich wieder dem Konzept (ausgewogeneres Verhältnis Klassik-Pop) zuwenden?

Die Karten für das nächste Jahr haben wir (troz der beachtlichen Preiserhöhung) aber schon wieder.

remo (16.12.2013 18:43):
Ich war am 15.12.13 in der Nachmittagvorstellung in München, es war der erste Besuch der Proms - bestimmt aber nicht der letzte!!!

Als großer Baseballs-Fan wollte ich mir den Auftritt in meiner Nähe nicht entgehen lassen - so bin ich auf den "Proms-Geschmack" gekommen. Mit Orchester und guter Tontechnik in der Halle kommen die großartigen Stimmen von Sam, Basti und Digger einfach noch besser rüber. Bei "herkömmlichen Konzerten" (besonders Open-Air) gehen die Stimmen manchmal durch ein zu lautes Schlagzeug unter, weshalb ich da besonders von den A-Capella-Stücken begeistert bin. Trotzdem fehlte mir doch etwas die tolle Band der Baseballs.

Mark King war große Klasse, er rockte die Halle. Auch John Miles war ein Höhepunkt mit seinem Lied "Music".

Amy Mc Donald hat mich durch ihre Ausstrahlung, ihre schönen Melodien und vor allem ihre einzigartige Stimme sehr beeindruckt. Spätestens bei "dancing in the dark" war der "Wow-Effekt" groß.

Steigern konnte das für mich nur noch Morten Harket. Ich habe jede Sekunde genossen!!! Auch sein neues Lied ist nur noch schön - unverständlich, dass so etwas im Radio derzeit nicht zu hören ist! Ich habe mir schon im Vorfeld der Proms alte und neue Videos von Morten angesehen: Er ist und bleibt ein Weltstar!

Gefangenen-Chor, Orchester, Hieromi und Chor fine-fleur waren sehr unterhaltsam und mit der Lichttechnik sehr sehenswert - Höhepunkt waren für mich aber The Baseballs, Amy und Morten!





Birgit (16.12.2013 01:31):
Wir waren gestern nach zweijähriger NOTP-Pause wieder und ich war positiv überrascht. Insgesamt war es mein elftes NOTP. Die angesprochene Pause war bewusst eingelegt, weil vor einigen Jahren für uns die Luft etwas raus war und Preis/Leistung nicht mehr so passten. Dieses Jahr war es anders

Allein schon der Chor und das phantastische Orchester sind ein wahrer Genuss. Amy und Morton waren meine Highlights! Ich fand die Mischung sehr gut, auch die Lichtshow perfekt. Hiromi ist sicher eine absolute Meisterin auf ihrem Instrument, ihre Interpretation außergewöhnlich, jedoch hat sie mich nicht berührt und angesprochen. Für mich war das zu viel! Leider war von unseren Sitzplätzen aus der Blick auf die Videoleinwand beeinträchtigt. Und Land of Hope and Glory sollte wieder aufgenommen werden!! Ich fand das immer wunderschön am Ende! Die Tickets für nächstes Jahr sind bereits gekauft!

lilli (16.12.2013 01:30):
Das Negative vorneweg: Die Abmachung des Tons war diesmal nicht optimal. Vor der Pause hatte ich den Eindruck, dass die Höhen etwas blechern sind. Nach der Pause haben die Bässe teilweise sehr gedröhnt. Schade!

Aber jetzt zum grossartigen Teil des Abends,… den Musikern:
Die Baseballs waren für uns eine Unbekannte mit grossem Überraschungseffekt. Lady Gaga in Rockn Roll,…. klasse!
Man darf hier auch aufstehen und mitmachen!
Na gut…. und schon war die Halle am Toben.

Hiromi war für uns… SENSATIONELL!
Ich verstehe, dass ihr jazziger Ansatz für ein Publikum, das auf leicht ins Ohr gehende Hits eingestellt ist, etwas gewöhnungsbedürftig ist. Für mich war sie dennoch ein grosses Erlebnis. Was für eine Vollblutmusikerin! Unglaublich, was Hiromi samt Orchester aus den Stücken herausgeholt hat. Ganz grosses Kino!

John Miles,…. was soll man da sagen?!? Der Typ ist einfach schweinscool. Er singt und interpretiert, als ob es das einfachste der Welt wäre. Immer wieder eine Bank für die NOTP. Und wenn er dann Music anstimmt, steht die Halle wie ein Mann hinter ihm. Music die Hymne der Proms und jedes Jahr wieder einer der sehnlich erwarteten, absoluten Höhepunkte.

Amy McDonald war ebenfalls klasse. Wie diese kleine, schüchterne Frau mit ihrer grossen Stimme und den wunderbaren Liedern die Halle füllt, ist die reinste Freude. Und auch Brucybaby darf einen anerkennenden Blick zu ihr hinüberwerfen, wenn sie sein Dancing in the Dark interpretiert.

Das Battle DJ-Orchester (2012) war für uns das bisher beste seiner Art, da die Gegensätze bei den Kontrahenten so schön krass waren. Aber auch dieses Jahr hat das Battle wieder grossen Spass gemacht. Ein grosses Lob an Chor, Orchester uuuunnnd den…. Maestro!

Die unverkrampfte, spielerische Art mit Musik umzugehen, macht die Proms so reizvoll. Und… dass Künstler und Publikum interagieren:
Dies ist auch dieses mal wieder prima gelungen durch die witzige, gepfiffene diebische Elster und durch den mit vereinten Kräften dargebotenen Gefangenenchor.

Mark King hat besonders unter der nicht optimalen Abmischung des Tons gelitten. Bei seinem Auftritt hat es teilweise sehr gerumst. Schade! Ich bin zwar nicht unbedingt ein Fan von Brit-Pop, aber er hat seine Sache super gemacht. Cooles Bass-Solo(chen)!

Tja und Morten Harket… Ich hatte etwas Angst, dass diese hohe Stimme im Spätsommer des Sängers schon etwas welk sein würde (nachdem wir diesbezüglich bei Les Holroyd von Barkley James Harfest einen eher peinlichen Auftritt erleben mussten…). Weit gefehlt! Was für eine wunderbare Stimme! Auffallend war, dass bei ihm plötzlich jede Menge Handykameras in Frauenhänden angeschmissen wurden… ;o)

Das finale Hey Jude wurde wunderschön eingestimmt von Hiromi, übergehend in John Miles geniale Interpretation….. zum Dahinschmelzen.
Für mich ist Dieser Song ein guter Ersatz für Land of Hope and Glory, zumal es die Künstler noch einmal auf schöne Weise miteinander, und mit dem Publikum, zusammenbringt.

Alles in allem wieder ein toller Abend. Nächstes Jahr sind wir natürlich wieder dabei.

Klaus Mahn (16.12.2013 01:28):
Als langjähriger Besucher der NOTP erlaube ich mir heute auch mal ein Urteil.

Bisher war NOTP immer ein Highlight für mich, hat sozusagen die schöne Weihnachtszeit eingeläutet. Dieses mal leider nicht. Im einzelnen: Der Sound war extrem Bass-lastig. Hiromi: eine Bereicherung, interessant. Aber Die Baseballs: DAS ist NOTP. Echte Künstler, Spaß am Auftritt, Interaktion mit dem Publikum. Amy McDonald: Ja, die war auch da. Hat was auf der Gitarre geklampft, hat gesungen und ist wieder gegangen. Keine Show, kein Entertainment. Da kann ich mir auch die CD anhören. Battle: Welche Battle? Mark King: Heiligsblechle, was für eine dünne Stimme. A capella wäre besser gewesen. Und soooo bekannt war Level 42 auch nicht. Da konnte auch der Blinke-Bass nichts retten. Morten Harket: Dynamik einer Wanderdüne. Sollte das ein Auftritt sein? Ständig am rumfuchteln um den Tontechniker zu signalisieren, dass der Sound nicht passt. Keine Show, keine Interaktion mit dem Publikum, runtersingen von Songs. Leider enttäuschend. Alles. Da fehlte mir der Spirit, die Show, das Entertainment. Und bitte: Land of Hope and Glory muss wieder rein. Ich werde nächstes Jahr trotzdem wieder das sein. Und hoffe auf eine gute Show.

Plookie (16.12.2013 01:22):
Leider muss auch ich mich meinen „Mitschreibern“ anpassen. Es war unsere 13. Night oft he Proms, die leider ihrem Namen alle Ehre gemacht hat – die verfluchte 13…. Möglicherweise wird es die letzte gewesen sein.

Was die Künstler anbelangt, kann man – wie so oft – nicht meckern. Leider machte die Auswahl der Arrangements diesmal einen sehr müden Eindruck. Das Battle von Chor und Orchester wirkte gehetzt und unausgewogen – da sind wir aus der Vergangenheit wesentlich besseres gewohnt. Entsetzlich war die „Leistung“ der Tontechnik. Vor einigen Jahren bekamen die Zuschauer bereits einen fürchterlichen „Tonbrei“ vorgesetzt. Nach viel Protest im Forum hat sich dies im darauf folgenden Jahr um ein vielfaches gebessert. Dem aufmerksamen Zuschauer konnte nicht entgehen, dass während des Konzertes Tontechniker im Publikum zu beobachten waren, die den Klang überprüfen. Weshalb nicht immer so??? Dieses Jahr war es absolut nicht anzuhören. Das gesamte Konzert hindurch viel zu laut – es kam nur noch völlig übersteuertes Gekreische an. Sogar bei Music, meinem absoluten Lieblingsstück, – absolut miserabel. Ebenso bei Hey Jude. Da hatte ich noch das geniale Finale aus dem letzten Jahr mit Anastacia und John Miles im Ohr – es war fantastisch, diesmal fürchterlich. Wir haben es uns nicht mal mehr bis zu Ende angehört. Das sind beides Stücke die wir schon mehrfach gehört haben – auch in München – daher ist die schlechte Abmischung umso mehr feststellbar. Offensichtlich hatte auch der ein oder andere Künstler Probleme damit. Extrem fiel mir das bei Morten Harket auf, der sich mehrfach an sein Earpice fasste – nahezu seinen kompletten Auftritt hindurch – weshalb reagiert da niemand. Sind den Organisatoren die Künstler piepegal!!!! Seine neuen Songs hätten sich super anhören können, wenn sie nicht die Tontechnik derart verhunzt hätte. Auf diesen Auftritt hatte ich mich riesig gefreut und war sehr enttäuscht. Zugegeben, die Olympiahalle ist nun mal kein Konzerthaus. Aber bitte, es war die 50 NoP in München. Wie kann man da so eine Leistung abliefern. Wir geben alle einen nicht unbeträchtlichen Betrag für die Karten aus um dann den Abend mit Ohrensausen zu beenden - das kann es doch nicht sein.


Plookie (16.12.2013 01:21):
Was nun die Auswahl der einzelnen Acts angeht:

man kann sich natürlich darüber streiten ob es wieder mal die Diebische Elster sein muss – kann man aber noch akzeptieren – einfach eine immer wieder gern gesehene Einlage von Patrick. Obwohl es diesmal schon sehr „einfach sehr aufgewärmt“(zumal vor seiner letztjährigen gigantischen Leistung mit dem Kastagnettenbaum) anmutete. Auch nichts gegen Hey Jude, aber doch nicht gleich wieder im Folgejahr… Sehr schade war eben doch das fehlende „Land of Hope and Glory“. Das kurze Arrangement mit Music war zwar eigentlich sehr interessant aber leider zu kurz und halt auch viel zu laut. Dennoch fehlt es einfach am Schluss. Man sollte vielleicht doch bedenken, dass ein sehr hoher Prozentsatz der Zuschauer mehrfache „Wiederholungstäter“ sind und es ist einfach eine Tradition. Ebenso fehlte die obligatorische Filmmusik. Nichts gegen Hiromi aber wie bereits vor einigen Jahren bei dem Auftritt der Harlem Gospels ist auch hier meine Meinung, dass die Ausgewogenheit durch ihre langen Auftritte sehr gelitten hat. Das soll nicht ihre gigantische Leistung schmälern. Technisch war es überirdisch sie zu beobachten - auch die Möglichkeit gleichzeitig ihrer Mimik und ihren Anschlag zu verfolgen fand ich genial. Aber wenn ich nur sie sehen will, gehe ich nicht zu den Proms sondern in ein Hiromi-Konzert….. Amy ging mit ihrer genialen Stimme leider ebenso im viel zu lauten übersteuerten Gekreische unter – ebenfalls mehr als schade.
Ich kann mich in den vielen Jahren wirklich nicht dann erinnern, dass die Olympiahalle scheinbar bis auf den letzten Platz ausgebucht war, auch fand ich, diesmal extrem viele Besucher in der Arena. Trotzdem sprang der Funke kaum über – sicher ein Grund der miserablen Tontechnik….

Leider haben wir auch diesmal –wie jedes Jahr – bereits vor der Vorstellung Karten für das nächste Jahr in München gekauft. Sicher werden wir das 2014 nicht mehr tun. Wir überlegen ernsthaft, die Karten abzugeben, oder erst nach der Vorstellung zu kaufen, u.U. den Veranstaltungsort zu wechseln oder sogar – unsere langjährige vorweihnachtliche Tradition ganz aufzugeben. Dann wäre 2013 (also doch die verflixte 13…) unsere letzte NoP gewesen… Für die Menge Geld war es eine Frechheit. Man könnte den Eindruck haben, ein Azubi im ersten Lehrjahr saß am Mischpult und langjährige Besucher interessierten den Veranstalter in keinster Weise??? Bislang hatte ich eigentlich den Eindruck, dass die Verantwortlichen auf Kritik im Forum durchaus reagieren (siehe oben). Auch im letzten Jahr hatten einige Besucher über die extreme Präsenz der AIDA beschwert. Das wurde dieses Jahr sehr dezent gehalten. Offensichtlich hat der Veranstalter begriffen, dass die die Besucher am Konzert und weder an Nokia Handys noch an AIDA Kreuzfahrten interessiert sind.

(Vielleicht lag auch an einer miserablen Ausstattung der O-Halle, beim Bruno Mars Konzert vor kurzem wurden wir mit denselben schlechten Leistungen konfrontiert. Vielleicht sollte man München künftig komplett meiden. Da wir aus 200 km Entfernung anreisen – und somit zu einem versauten Konzert noch Reisekosten dazukommen -gibt es für Konzertveranstaltung durchaus Alternativen).

sandycat (15.12.2013 21:32):
Frechheit der Ton in der zweiten Halbzeit - mussten unseren erste Reihe Platz in der Arena nähe Box aufgeben, da Ohrensausen schon an der Schmerzgrenze ankam !!! und dafür bezahlt man Geld !!! Sorry aber das war gar nichts - sogar der Künstler gab Zeichen an die Technik und langte sich immer ans Ohr ... ansonsten hat mir die Mischung wieder gefallen, obwohl der Pianistin im vergleich zu den anderen Künstlern schon sehr viel Spielzeit zugestanden wurde ... Geschmack des einzelnen spielt auch immer eine Rolle .... ABER DER TON ....

Daniel Seebacher (15.12.2013 16:05)
Fazit:

Mittelmäßig. Die Künstler haben ihre Sachen alle toll gemacht, auch wenn bei zweien aufgrund meines persönlichen Geschmacks der Funke nicht überspringen wollte - aber das ist ja kein Kritikpunkt. Lustloses Recycling von Stücken, absolut unentschuldbare Tonprobleme, unausgewogene Spielzeiten und fehlende Detailverliebtheit in Programm und Umsetzung ziehen für mich diese Proms irgendwo auf einen Wert zwischen 6 und 7/10 Punkten nach unten. Es ist so schade.


Daniel Seebacher (15.12.2013 16:01)
Jetzt zu den Dingen, die mir gar nicht gefallen haben und die das Konzert in seiner Wirkung ein gutes Stück nach unten ziehen:

- Der Ton! In elf Jahren NotP habe ich sowas Schlechtes noch nie erlebt. Vor der Pause war lediglich die Mischung sehr unausgewogen - das Orchester zu laut (und seltsamer Weise gleichzeitig zu dumpf), der Chor und die Solisten zu leise. Nach der Pause hat man aber nicht am Mischregler, sondern am Lautstärkeregler gedreht. Es war so laut, dass ich mit Ohrenschmerzen aus der Halle gegangen bin. Music, mein absolutes Lieblingslied aller Zeiten (unabhängig von den NotP) war schlichtweg eine Katastrophe für die Ohren und der dezibelmäßige Abschuss des Abends. Ich dachte, dass mein Trommelfell platzt als am Ende des Songs Electric Band, Chor und Orchester durchgängig fortissimo spielten. Es war ein einziger, schmerzvoller, übersteuerter Brei, der sich bei Morton Harkett fortsetzte. Das ist so unglaublich schade, denn man kann von der eigentlichen Musik kaum noch etwas erkennen. Wie kann das nach über 50 Konzerten in der Olympiahalle passieren? Da sollte man doch wirklich wissen, wie diese Örtlichkeit auszusteuern ist. Was nützt mir das beste Konzert, wenn Lautstärke und Mischung nicht stimmen? Meine Enttäuschung war riesengroß.

- Ich persönlich hätte Hiromi zwar den ganzen Abend ansehen können und finde es gut und richtig, der E-Musik endlich wieder einen etwas größeren Anteil einzuräumen - das Motto ist nun einmal E + U - Musik, was in manchen Jahren doch seeeeehr vernachlässigt wurde. Unabhängig davon muss man aber sagen, dass bei fünf Künstlern eine Gesamtspielzeit von einer Person zsichen 35 und 45 Minuten schlicht und ergreifend zu lang ist. Da passt objektiv betrachtet einfach das Verhältnis zum Rest nicht, wenn Amy und Mark beide nur ca. 15 - 20 Minuten zur Verfügung haben und Hiromi dafür das Doppelte.

- Dieses Jahr wurden unheimlich viele Stücke recycelt. Ja, die diebische Elster mag vielleicht irgendwo zu den Proms Ritualen gehören. Aber das macht die vermeintlichen Spielchen von Patrick mit dem Publikum nicht abgedroschener. Es sind immer, immer dieselben Gags. Wenn man sich überlegt, dass 2/3 der Besucher langjährige Fans sind, erlebt man einfach ein Déjà-vu nach dem anderen. Patricks Interaktionen bei "Sleighride" letztes (?) Jahr z.B. waren etwas Neues, was auch langjährige Besucher nicht kannten. Warum muss man nun wieder das exakt selbe Programm bei der diebischen Elster fahren? Es ist so ausgelutscht. Außerdem wurde Nabucco zum x-ten Mal in der Proms Geschichte verwurstet und "Hey Jude" war erst letztes Jahr der Abschlusssong. Das ist schon schwach.

- Es gab keine Filmmusik. Stattdessen wiederholt man lieber Altbekanntes, s.o.

- Es gab keine Feinheiten, keine Übergänge zwischen den Stücken, keine Dramaturgie. Die NotP lebt auch ein Stück weit von der Detailverliebtheit, mit einem klassischen Stück zu beginnen und mittendrin auf den nächsten Pop/Rock-Künstler umzuschwenken. Diese fließenden Übergänge haben dieses Jahr komplett gefehlt, auch das Battle war abgehackt arrangiert. Eine Dramaturgie in der Programmreihenfolge ließ sich deshalb auch nicht so einfach erkennen. Auch die "Ouvertüre" war eher ein Witz - es ging nach wenigen Sekunden direkt in "Love me again" über, was zwar toll klang, aber ruhig mehr mit Klassik hätte vermischt werden können. So war es kaum mehr als eine normale Popnummer zur Eröffnung.

Fazit:

Mittelmäßig. Die Künstler haben ihre Sachen alle toll gemacht, auch wenn bei zweien aufgrund meines persönlichen Geschmacks der Funke nicht überspringen wollte - aber das ist ja kein Kritikpunkt. Lustloses Recycling von Stücken, absolut unentschuldbare Tonprobleme, unausgewogene Spielzeiten und f

Daniel Seebacher (15.12.2013 16:01)
Ich war gestern Abend (Samstag) in der Olympiahalle und muss nach den drei letzten hervorragenden Jahren eine gewisse Ernüchterung vermelden, was aber weniger an den Künstlern als viel mehr an anderen Umständen lag.

Was mir außerordentlich gut gefallen hat:

- Amy MacDonald. Ich hatte mich so auf sie gefreut, weil ich ihre Musik wahnsinnig gerne mag und wurde nicht enttäuscht. Eine super Stimme, wahnsinnig sympathisch, tolle Arrangements - was will man mehr. Leider war ihr Auftritt viel zu schnell vorbei, da ihre vier Songs eben alle nicht so lang sind.

- Morton Harkett: Meines Erachtens konnte bei seinem Auftritt das Orchester seine Stärke voll ausspielen - das waren einige der schönsten Arrangements des Abends. Zumindest denke ich das, denn der Ton hat vieles kaputt gemacht (dazu komme ich noch).

- Hiromi. S A G E N H A F T! Das muss man gesehen haben. Mir kam natürlich zu Gute, dass ich Jazz grundsätzlich sehr gerne mag, aber unabhängig vom eigenen Musikgeschmack muss einfach ein jeder anerkennen, was diese Frau auf ihrem Instrument abliefert. Da ich selbst Klavier spiele und deshalb einen zusätzlichen persönlichen Bezug hatte, war das für mich ganz großes Kino.

- Das Orchester - top. Fine-Fleur war auch gut, aber wie schon in den Vorjahren leider viel zu oft nur als Beiwerk auf der Bühne. Den Chor könnte man viel öfters einbinden. Die Electric Band ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.

- Die Lichtshow war wie immer gigantisch - besonders die "Überraschung" der über dem Publikum angebrachten Lichter hatte es mir angetan. Die Kombination aus Videoleinwand und Spiegeln war auch eine tolle Idee.

- Die Baseballs und Mark King haben an sich auch sehr gute Leistungen abgeliefert. Leider haben sie mich persönlich nicht so angesprochen, weil Mark Kings Songs nicht direkt meine Musik sind und ich das Pech hatte, weder "Born this way", noch "Umbrella" oder "Angel" in ihren Originalfassungen zu mögen. Da hilft dann eine Rock'n Roll-Version auch nichts. Aber grundsätzlich starke Auftritte, Geschmäcker sind eben verschieden.

Kathrin (14.12.2013 17:55):
Also auch großes Kino in München. Nach all den Jahren zwar etwas sehr Pop und jazz lastig, im Nachhinein aber sehr bekömmlich. Level 42 dachte hätten mehr Hits auf der Bühne. Amy Mac Donald war einsame Spitze und Morten ein Traum. Auch wenn mit kleinem Hängerchen in der Mitte seiner Show. Baseballs waren erwartend die Droge der Nacht und John Moles unverzichtbar mit Music was my first love. Etwas Rock wäre noch gut gewesen. Eine kreischende E Gittare fehlte mir im Programm.

Stephan (14.12.2013 01:12):

Eure Meinung zu den Konzerten in München.